Von Gewohnheiten und Komfortzonen

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das bedeutet, alles was mit Gewohnheiten, Ritualen und Abläufen zu tun hat, gibt uns Sicherheit.
Das ist natürlich, weil unser System so eingestellt ist. Deshalb entwickeln wir unbewusste Muster, welche dafür sorgen, dass wir sich wiederholende Abläufe, ohne darüber nachzudenken, umsetzen können.

Gewohnheiten sind Automasierungen, die uns Sicherheit geben. Man kann sie auch die persönliche Komfortzone nennen. Die Komforzone ist jener Bereich, in dem wir uns sicher fühlen, uns wohlfühlen. Sie ist das Umfeld, das wir kennen und gewohnt sind. Und sie endet dort, wo Überwindung oder Anstrengung beginnen und es nicht mehr komfortabel oder bequem ist.

Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Komfortzone, weil die Grenzen, wo das sichere Gefühl aufhört und die Überwindung beginnt, unterschiedlich verlaufen. Ein Überschreiten dieser Grenze verursacht ein mulmiges Gefühl, weil man das gewohnte Umfeld verlässt.

So wird es eine schüchterne Person schon Überwindung kosten, einen fremden Menschen anzusprechen, womit hingegen eine extrovertierte Person keine Schwierigkeiten hat.
Wir meinen instinktiv, dass in neuen Erfahrungen Gefahren lauern. Alles, was uns unbekannt ist, macht uns Angst. Darin liegt meist tief verankert die Angst vor Kontrollverlust.

Die Komfortzone beinhaltet nicht unbedingt Dinge, die uns gut tun. Im Gegenteil. Sehr oft kommt es vor, dass wir darin sich wiederholende Sachen zulassen, die uns Schmerz bereiten: emotionaler wie auch körperlicher Schmerz. Warum das? Sich dagegen zu wehren würde bedeuten, seine Komfortzone für eine Weile zu verlassen. Es würde bedeuten, in einem bestimmten Thema neue Schritte zu gehen.Weil wir jedoch natürlicherweise Angst vor Neuem haben, akzeptieren wir lieber das „Bekannte“, das uns Schmerz zufügt, als zu riskieren, etwas Neuem Platz zu geben.

  • Was denken die anderen
  • Ich kann das sowieso nicht
  • bei mir funktioniert das nicht
  • Ich möchte ja gerne ..aaaber


Dieses Aber.. was hat das kleine Wort uns schon von Möglichkeiten ab gehalten es leider doch nicht zu tun. Es kann äußerst bereichernd sein, sich mit dem Wagnis und dem Risiko bedingt durch das Überschreiten der eigenen Komfortgrenze auseinanderzusetzen.

Suche dir regelmäßig Herausforderungen, die dir etwas Überwindung kosten, die eben das Verlassen der Komfortzone erfordern. Es muss nichts Großartiges sein.
Sag mal nein.. wie oft sagen wir ja zu etwas was wir eigentlich gar nicht wollen..des lieben Friedens willens..oder was könnten die anderen denken.

Wenn man sich mal überlegt, in was für einem engen Kreis man sich bewegt.. wie sehr man sein eigenes Leben einschränkt auf Grund von Ängsten. Hinter welchen Glaubenssätzen man sich versteckt um jaa nicht seine Komfortzone zu verlassen.

Denn das Verlassen der Komfortzone kann mehrere positive Folgen mit sich bringen:

  • Du lernst neues kennen und erweiterst deinen Horizont.
  • Du lernst insbesondere dich selbst besser kennen und entwickelst dich weiter.
  • Dein Selbstbewusstsein und deine Selbstsicherheit nehmen zu, sodass du im Laufe der Zeit in der Lage bist, immer höhere Hürden zu überwinden. Du wächst an den Herausforderungen.
  • Ängste können überwunden werden, indem du dich ihnen stellst und damit deine Komfortzone verlässt.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s