Annahme

Ich habe in meinen letzten Berichten immer wieder von Annahme geschrieben. Von der bedingslosen Annahme deiner Selbst. Was genau bedeutet denn eigentlich Annahme?

Annahme ist das Um und Auf in der Persönlichkeitsentwicklung, um in die Selbstheilung und in die Selbstliebe zu kommen, vor allem aber.. in das Bewusstsein. Annehmen bedeutet, sich selber in das Hier und Jetzt zu holen. Wichtig ist, die Situation im JETZT anzuerkennen.

Wir haben immer die Wahl, bewusst zu entscheiden, wie wir den nächsten Moment kreieren.
Das Bewusstwerden, wie kreiere ich meinen nächsten Moment. Annahme heisst : „Ich werde mir bewusst der Situation, in der ich mich in dem Augenblick gerade befinde“ Ich werde mir bewusst, welches Gefühl ich gerade spüre, wie es meinem Körper geht oder was gerade in meinem Umfeld passiert

Kleines Beispiel, wenn man das Gefühl spürt, „Ich bin traurig„.. es ist vollkommen in Ordnung, dass du jetzt traurig bist. Wenn du das Bedürfniss hast zu weinen.. dann weine. Unser größtes Problem ist aber, dass wir nicht spüren WANN WIR EINEN WIDERSTAND IN UNS SELBST aufbauen. Das Gefühl zu zulassen, dass man traurig ist, ist eine Sache, aber meist baut sich dann einen Widerstand auf, weil man dieses Gefühl ja eigentlich gar nicht will.. und es „weg haben“ will. Das geht dann meist wieder in eine Be- Urteilung bzw eine Ver- Urteilung, dessen was jetzt gerade ist. Das geht so schnell, das man es gar nicht merkt.

Im Prinzip ist es nur eine Kurzaufnahme des JETZT!! Annahme bedeutet .. ich identifiziere mich nicht mit dem Gefühl und der Körperreaktion. Man tritt einen Schritt zurück und geht in die Beobachtung. Annahme ist eine Haltung, ein Wahrnehmen und bewusst werden, das einen letztendlich trainieren sollte, wachsam zu bleiben..aufmerksam zu bleiben in solchen Momenten. Ziel ist es, die Vergangenheit so anzunehmen, wie sie ist.

Es passieren ja ja dauernd irgendwelche Abläufe in unserem System.. da ist Erschöpfung.. da ist Müdigkeit.. aber die verändern sich ja auch wieder. Wenn wir es nicht bewusst annehmen, dann kommen wir in die Identifikation. Identifikation bedeutet, dass ich glaube und ich meinem System einrede, das ich das bin !!!
Ich BIN müde.. ich BIN erschöpft. Wenn wir aber in die Beobachtung gehen.. können wir es als Außenstehender betrachten und in dem Moment in dem wir es betrachten..ist es ja schon wieder vorbei.


Zu beobachten, was Dinge oder Umstände in einem auslösen um dann zu sagen „Ich bin damit einverstanden

Ich bin im jedem Moment meines Seins mit mir einverstanden.
Wir sind es gewohnt, den Umständen zu zuschreiben , wie es uns geht.. wie zum Beispiel keine Zeit zu haben oder viel Arbeit zu haben, dem Kind nicht gerecht zu werden oder auch der Partner, mit dem man gerade im Klinsch ist.

Annahme bedeutet nicht, negative Erfahrungen gut zu reden. Annahme ist, Geschehnisse so, wie sie waren, anzunehmen und einen Punkt zu setzen. Erkenne, dass die Vergangenheit nicht geändert werden kann, sie muss in der Vergangenheit gelassen werden.

Was kann du tun ? Um es auf den Punkt zu bringen.. wann immer ein Gefühl oder eine Emotion da ist.. versuche present zu bleiben. Nimm dich gedanklich raus, aus der Situation und bewerte sie nicht bzw identifiziere dich nicht mit ihr. Denke nur..“ Ah, da ist Müdigkeit“ oder „Ah, da ist Ärger“.. das mag vielleicht im ersten Moment komisch klingen, aber energetisch hat das eine viel höhere Schwingung 🙂 . Spüre kurz in dich hinein.. wo spürst du dieses Gefühl.. Im Magen oder woanders.. und dann atme genau dahin.. ein und aus.. konzentriere dich nur auf die Atmung und denke “ Ich bin einverstanden“. Und dann schau was passiert 😉

Am Anfang ist es vielleicht nicht immer möglich.. aber wenn man dabei bleibt, sich bewusst immer wieder in das Jetzt holt, ist es wie bei allen Prozessen.. du wirst mit der Zeit immer mehr die Veränderung spüren und es fällt immer leichter..bis man gar nicht mehr darüber nachdenken muss 🙂 uuund .. der positive Nebeneffekt ist.. das Loslassen geht ganz von alleine 😀

Annahme ist meiner Meinung nach, das wichtigste , was man tun muss, um wirklich in die Selbstermächtigung zu kommen.. in die eigene Wertschätzung, in deinen Selbstwert.. .. in die bedingslose Annahme seiner Selbst .

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7 Kommentare zu „Annahme

  1. Liebe Daedra
    Das ist so grossartig geschrieben, dass ich es gerne bei mir rebloggen würde, doch es lässt sich nicht.
    Hast Du es absichtlich so eingestellt?
    Wenn nicht, dann bräuchtest Du nur einen Haken setzen im Admin bei Deinen Einträgen, dass Du mit rebloggen einverstanden bist.
    Ich bin zur Zeit genau dort gelandet, wo es heisst meine Vergangenheit zu akzeptieren und mich von Emotionen zu distanzieren, um nicht daran kaputt zu gehen.

    ganz liebe Grüsse aus Wien
    Doris Barbara

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo liebe Doris. .Ich danke dir erstmal von ganzen Herzen für deine lieben Worte 💚
      Ich kannte diese Funktion bis jetzt noch gar nicht.. ich werde mich da gleich mal schlau machen.
      Jaa..Ich bin im Moment in so einem Coaching Programm, wo ich endlich verstehen..Vor allem erkennen darf, was wir uns da tagtäglich antun . Darf ich dir was sagen.. Du hast geschrieben „distanzieren“ ..Das ist im Prinzip auch Widerstand 💚..Hast du es schon mal probiert, deine negativen Emotionen in positive Affirmationen zu verwandeln?
      Fühl dich herzlich gedrückt.. Ganz liebe Grüße aus Tirol
      Steffi ❤

      Gefällt 2 Personen

      1. Liebe Daedra, nein soweit bin ich noch nicht, dass ich das Negative ins Positive umpolen könnte. Doch ich bin schon hoch zufrieden, meinen in den letzten Jahren enorm zugenommen Ärger in den Griff zu bekommen.
        Ärger über die Verantwortungslosigkeit der jungen Menschen, das Desinteresse der Menschen ihren Beruf betreffend und die Gleichgültigkeit am Leid im Allgemeinen.
        Es gibt keine Freundlichkeit mehr unter den Menschen, von Hilfsbereitschaft ganz zu schweigen, und das kränkte mich so massiv, dass ich das Haus nicht mehr verlassen wollte.
        Ich traue mich nicht einmal mehr in eine Gemeinde zu gehen (bin ein gläubiger Mensch), weil ich Angst davor habe zu beobachten, wie sich dort die Menschen selbst in den Mittelpunkt stellen, und ihr Glaube an Gott nur noch ein Farce ist.
        Für mich ist es also eine enorme Hilfe, wenn ich meine Ängste und negative Emotionen nicht mehr so mitten ins Herz bekomme, sondern wenn ich akzeptieren lerne, dass es eben jetzt so ist, wie es ist, und ich trotzdem Frieden im Herzen behalten darf.
        Aber bin erst am Lernen, und so wie Du das geschrieben und erklärt hast, so konnte ich es „erfassen“….konnte verstehen, was Du meinst ….was bislang nicht immer der Fall war, wenn ich darüber gelesen hatte.
        Also nochmals vielen lieben Dank – DU warst mir eine grosse Hilfe – und ich werde jetzt fleissig üben, die körperlichen Sensationen nicht mit „das bin ich“ anzusehen, sondern sie nur beobachten und versuchen, so gut es geht zu entspannen, indem ich genau dorthin atmen werde, wo ich sie spüre.
        ❤ ❤ ❤

        PS: Aber die Vorstellung, dass es sogar möglich wäre Herzeleid in Freude zu verwandeln, beschert mir ein richtiges Glücksgefühl ….. könnte das wirklich möglich sein???

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      2. Hallo liebe Doris..Ich finde du bist auf einen so super tollen Weg und du kannst wirklich stolz auf dich sein. Danke für deine offenen Worte. .Du berührst mich sehr❤
        Und JA ..Es ist wirklich möglich Herzeleid in Freude zu verwandeln 💚
        Ich möchte dir gerne anbieten. .Wenn du Fragen hast oder Unterstützung brauchst, darfst du dich gerne jederzeit an mich wenden.

        Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Deadra,
      Danke für diesen schönen Beitrag.
      Vor einigen Jahren habe ich mal ein entsprechendes Seminar besucht. Ich war begeistert.
      Der Coach stellte fest das ich bereits über alle erforderlichen Techniken verfügte. Nur an der Anwendung und Umsetzung fehlte es.
      Inzwischen bin ich durch ausprobieren weiter gekommen. Allerdings noch lange nicht perfekt.
      Ich wünsche dir einen schönen Samstag.
      Liebe Grüße
      Monika

      Gefällt 1 Person

      1. Hallo liebe Monika,
        Danke für deine offenen Worte. Jaa.. Das kenn ich selber sehr gut 😃 man hat ein enormes Wissen an Tools und Techniken aber es hapert an der Umsetzung. Ich bin ja selber im Moment in einem Coaching Programm in dem ich endlich lernen darf ins TUN zu kommen. Es ist wirklich ein Prozess der Auf und Ab geht, aber es wird immer leichter 😀
        Wichtig ist, jeden auch noch so kleinen Schritt an zu erkennen und sich bewusst zu werden was man alles schon geschafft hat ❤
        Schönen Sonntag für dich ..Liebe Grüße aus Tirol
        Steffi

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