Julfest

Wie ich ja schon mal berichtet habe, fühle ich mich sehr den alten Mythen, Sagen und Legenden hingezogen, vor allem der nordischen und der keltischen Mythologie. Sie entstanden lange vor der Christianisierung und reichten weit bis ins Mittelalter hinein. Es hat hauptsächlich was mit alten Wissen zu tun, wo ich mich wiederfinde und weiss, dass ich da meine Wurzeln habe.

Unter anderem gehören dazu die Jahreskreisfeste. Jahreskreisfeste zu feiern ist in unserer Kultur eine uralte Tradition. 
Lange bevor es christliches Gedankengut gab, feierten unsere Vorfahren 8 Feste im Jahresverlauf. 
Diese Feste finden ihren Ursprung im Kreislauf der Natur, im Wechsel der Jahreszeiten und im Lauf der Sonne und des Mondes. Wir leben heute in einer hochtechnisierten, Informationsüberfluteten Welt  und wenn ich die Jahreskreisfeste zelebriere 
verbinde ich mich wieder mit den Kräften und Energien der Natur. Ich nenne es auch gern,      Mutter Erde eine Stimme geben .

Am 21. Dezember feiern wir ein besonders bedeutungsvolles Fest im Jahreskreis die Wiedergeburt des Lichtes… Jul.     Jul ist die Zeit der Wintersonnenwende, es ist die längste Nacht des Jahres.
Der Tag der Wintersonnenwende ist auch als „Yule“ bekannt, abgeleitet vom angelsächsischen Wort „Yula – Rad des Jahres“. Es ist ein Fest der Dunkelheit, aber auch gleichzeitig ein Fest des Lichtes, denn an diesem Tage wird das Licht „wiedergeboren“ – Das Licht hat die Dunkelheit besiegt, das Licht kehrt zurück. In dieser Nacht wird der Sonnengott neu geboren. 

Die Kelten feierten das Mittwinterfest häufig gemeinsam mit Ahnen und Göttern im kleinen, familiären Kreis und beschenkten sich dabei. Das Haus wurde mit immergrünen Zweigen geschmückt. Dieses Grün erinnerte daran, dass jetzt das Licht und das Grün langsam in die Natur wiederkehren. Das wiederum symbolisiert ja auch der Weihnachtsbaum.  🌲 

Mit der Wintersonnenwende begannen die so genannten „Rauhnächte“. Sie fingen mit dem 21. Dezember an und endeten mit dem 6. Januar.
In der germanischen Sage jagte in dieser und in den folgenden Nächten der Gott Odin (Thor, Wotan) gemeinsam mit den Ahnen in einer wilden Jagd durch das Land und die Lüfte.  Hexen und Unholde nahmen jeden mit, den sie draußen an trafen. Deshalb war es ratsam, die Stube in diesen Nächten nicht zu verlassen. Aus diesem Grunde räucherten unsere germanischen Vorfahren die Räume und die Ställe des Hauses aus, um die bösen Geister zu vertreiben .
Da ja Yula Rad bedeutet , wurden auch symbolisch Wagenräder verbrannt. Diese brennenden Räder werden einen Abhang heruntergerollt, wie auch die Sonne über den Horizont zieht.

In den skandinavischen Sprachen heißt Weihnachten noch heute Jul, im Englischen gibt es den Begriff Yule und auch im Nordfriesischen heißt es Jül.

Ich selber zünde gerne an Jul viele Kerzen an, um das Licht, was wiedergeboren wird zu symbolisieren. Ich räucher meine Wohnung mit weissen Salbei und Weihrauch. In den letzten Jahren gehe ich gern mit einer lieben Freundin in den Wald und wir beschmücken ein Bäumchen. Mit jedem Teil, was wir daran hängen, wird ein Wunsch ausgesprochen, wie zum Beispiel Gesundheit, innerer Frieden oder Heilung für Mutter Erde. Wir haben Räucherstäbchen dabei und Äpfel, Karotten oder Brot für die Waldtiere und Körnderl für die Vogerl. 

..und das ist für mich der eigentliche Sinn von WeihNachten. Die längste Nacht dem wiedergeborenen Licht zu weihen. Die Dankbarkeit und die Demut für Mutter Natur und der Erde zu fühlen, weil DAS das höchste und wertvollste Gut ist,  was wir Menschen besitzen

                                       🌲🕯🌲

P.S.. da ich mich nicht gern mit fremden Federn schmücke und jedes Foto hier von mir gemacht worden ist, möchte ich an dieser Stelle noch mal auf dieses wundervolle und stimmungsvolle Bild in diesem Beitrag hinweisen 😉  Das wurde von einer guten Freundin gemacht, die einen super tollen und magischen Bastelblog hat. Schaut doch mal bei ihr vorbei            http://buntwerkstatt.at/category/allgemein/





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